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Keine Sünde: Lieben Sie sich selbst

„So ist der Mensch, Verehrtester, er hat 2 Gesichter: Er kann nicht lieben, ohne sich selbst zu lieben.“ Albert Camus war der Meinung, dass nur derjenige einen anderen richtig lieben kann, der sich wirklich selbst liebt. Ob es tatsächlich diesen kausalen Zusammenhang gibt oder nicht, sei einmal dahin gestellt.

Amavida-Tipp: Fest steht aber, dass es sich erheblich leichter, fröhlicher und beschwingter durchs Leben gehen lässt, wenn Sie positiv über sich selbst denken und es schaffen, sich selbst zu lieben.

Selbstliebe anstatt Selbstverliebtheit


Selbstliebe hat nichts mit Selbstverliebtheit zu tun. Letztere äußert sich eher in Eitelkeiten und Arroganz. Bei der Selbstliebe geht es darum, dass Sie mit sich selbst liebevoller umgehen, dass Sie sich selbst positiv und offen gegenüberstehen und dass Sie auf Ihre Bedürfnisse achten.

Entwickeln Sie einen Freiraum für sich selbst und machen Sie sich weniger abhängig von Urteilen anderer – zu Ihrem Erstaunen werden Sie feststellen, dass Sie sich nicht nur wohler fühlen, sondern auch an Ausstrahlung und Anerkennung dazugewinnen.

Selbstreflexion und Selbstliebe

Passen Selbstreflexion und Selbstliebe überhaupt zusammen? Oder bedeutet Selbstliebe, seine Unzulänglichkeiten und Macken einfach zu akzeptieren und zu verzeihen, ohne daran etwas zu tun? Nicht unbedingt!

Zwar ist es von elementarer Wichtigkeit, sich so anzunehmen, wie Sie sind und sich selbst zu achten, aber dies bedeutet nicht, dass Sie sich selbst unreflektiert gegenüberstehen. Nur ist es insbesondere bei Dingen, die Sie gar nicht oder nur sehr schwer an sich verändern können, wenig sinnvoll, sich deswegen zu malträtieren und sich damit das Leben zu vergrätzen.

Selbstliebe ist keine Form des Egoismus, sondern ein großer Schritt zu einer besseren Lebensqualität. Wie Shakespeare schon sagte: „Die Selbstliebe ist keine so schändliche Sünde wie die Selbstverachtung.“


Beitrag von: amavida.de
gedruckt am: 23.06.2018